Chronik des Schützenvereines St. Hubertus Heigenbrücken e.V.

Am 14.04.1956 wurde in der Bahnhofsgaststätte unseres Schützenfreundes Harry Gruber der
SV St. Hubertus Heigenbrücken ins Leben gerufen.
In der Gründungsversammlung ging Josef Mareth als 1. Schützenmeister hervor.
Zu den ersten Mitgliedern des Vereins gehörten folgende Personen:

Englert Paul, Englert Ruthard, Englert Rudolf, Gruber Harry, Hock Ferdinand, Merz Stefan,
Sauer Heinz, Steigerwald Alfred, Steigerwald Bruno, Steigerwald Edwin, Hock Helmut und
Spatz Alois.

Die ersten Schießübungen fanden damals bei Schützenbruder Sauer Heinz in der Liegehalle
oberhalb des Hotels Hubertus statt.
Geschossen wurde mit einem Gewehr, das durch Spenden von Mitgliedern und einem
Zuschuß aus der schmalen Vereinskasse angeschafft wurde.
Da im Winter des gleichen Jahres in der Liegehalle keine Trainingsmöglichkeiten mehr
bestanden, traf man mit dem Besitzer der Kegelbahn, Willi Pfister, eine Vereinbarung diese
als provisorischen Schießstand mit zu benutzen.
Der Schützenverein hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine Mannschaft, die an den Runden-
wettkämpfen im Schützengau teilnahm.
Die Kapazitäten der beiden Schießstände waren jedoch auch bald erschöpft, weshalb
beschlossen wurde, 4 Schießstände parallel zur Kegelbahn anzubauen.
Ein Teil des Geländes gehörte der Deutschen Bundesbahn.
Durch Vermittlung unseres Gönners Bahnmeister Schmitt konnte dieses Vorhaben 1960
zügig durchgeführt werden.
In diesem Jahr gab es in der Vorstandschaft einen Wechsel.
Josef Mareth wurde als 1. Schützenmeister abgelöst und Harry Gruber übernahm sein Amt.
Da sich der Schützenverein in seiner Mitgliederzahl vergrößerte und das Interesse am Schießen
zunahm beschloß man eine eigene Schießanlage zu bauen.
Das erste Vorhaben, diese Anlage am heutigen Hirschhörnerweg zu erstellen scheiterte.
Daraufhin wurde von der Gemeinde ein Grundstück am Baßberg erworben, das sich als
Schießsportstätte eignete.
Im November 1964 begann man mit den Rodungs- und Ausschachtungsarbeiten.
Den Erdaushub übernahm eine in Aschaffenburg stationierte amerikanische Pioniereinheit
kostenlos.
Die Baufirma Kunkel aus Neuhütten stellte dem Schützenverein einen Bagger ebenfalls
kostenlos zur Verfügung.
Nach fast 4-jähriger Vorbereitung wurde am 2. September die Grundsteinlegung des
Schützenhausneubaues vorgenommen.
Durch tatkräftige und beispielhafte Beteiligung unserer Vereinsmitglieder und Gönner
konnte trotz Regen und Schnee der Rohbau unter Dach und Fach gebracht werden.
Am 01.05.1969 wurde das Richtfest gefeiert.
1970 nahm man den Schießbetrieb an 14 Luftgewehrständen auf.
Im gleichen Jahr wurde der Kleinkaliberstand mit 4 Ständen fertiggestellt.
Erster gesellschaftlicher Höhepunkt in unserem Verein war die feierliche Einweihung des
Schützenhauses vom 26.06. - 28.06.1971 durch den damaligen Pfarrer Amrhein.
Trotz des sehr schlechten Wetters war das Fest im selbstgebauten Festzelt ein großer Erfolg.
10 Jahre später am 04.06. - 06.06.1981 feierten die Schützen mit einem Fest in den
Hüttenwiesen das 25-jährige Bestehen.
Am 3. Mai 1986 fand im Clubheim der Spvgg. Heigenbrücken ein Ehrungsabend des
30-jährigen Bestehens statt.
Für 30-jährige Treue zum Verein wurden mit einer Urkunde und einem Präsent unsere
Gründungsmitglieder geehrt.
Der Verein zählte damals 146 Mitglieder.
Nach vielen vorangegangenen Ausschußsitzungen wurde am 12.06.1993 der zweite große
Bauabschnitt eingeleitet: 
Renovierung des Schützenhauses und Überdachung der Luftgewehranlage.
Mit ca. 2500 geleisteten  Arbeitsstunden beendete man dieses Projekt im Januar 1994.
Auf der Generalversammlung am 26.03.1994 beschlossen die anwesenden Mitglieder, auf
Anregung von 1. Schützenmeister Hausner, die Fertigstellung des Pistolenstandes.
Baubeginn war im Spätsommer 1994. Im Mai 1996 war die Anlage betriebsbereit.
Einen Monat später erhielten wir die offizielle Genehmigung zur Betreibung.
Aus Anlaß des 40-jährigen Gründungsfestes feierte der Schützenverein Heigenbrücken
am 25./26.05.1996 sein Jubiläumsfest im Schützenhaus.
Am 09.11.1996 fand zum ersten Mal die Königsfeier im Schützenhaus statt, wobei
Herr Pfarrer Gruneberg auch gleich die neuen Sportanlagen einweihte.
An der Generalversammlung am 22.03.1997 legte Wolfgang Hausner nach 15 Jahren sein
Schützenamt ab.
Als neuer 1. Schützenmeister wurde Hermann Merz gewählt.
Bei den Rundenwettkämpfen 1997 nahm zum ersten Mal eine Pistolenmannschaft an den
Wettkämpfen teil und konnte dort auf Anhieb die Meisterschaft erringen.
Im Jahr 1998 wurde für die Gastwirtschaft eine neue Be- und Entlüftungsanlage angeschafft.
Ebenfalls 1998 wurde für die Pistolenanlage ein Staubsauger angeschafft, da die Reinigung
mit einem Spezialgerät vorgeschrieben ist.
Ebenfalls 1998 wurde eine neue Schließanlage eingebaut.
Die Kosten für diese Anschaffungsmaßnahmen beliefen sich auf ca. 15.000 DM.
Bei einer Ausschußsitzung am 27.03.1998 wurde beschlossen eine Unterabteilung für
Bogenschützen zu gründen.
Der Platz oberhalb des Schützenhauses sollte im Sommer als Schießanlage dienen und der
KK-Pistolenstand im Winter.
Es wurde ein Schnuppertag veranstaltet an dem auch einiges Interesse festgestellt werden
konnte.
Leider kamen die Aktivitäten bis zum heutigen Zeitpunkt gänzlich zum erliegen.
Im Sportjahr 1999 nahmen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte 5 Luftgewehrmann-
schaften an den Rundenwettkämpfen teil.
Ebenfalls Premiere hatte in diesem Jahr eine erste Mannschaft in der Disziplin Großkaliber.
In der Schützensaison 2000 konnte die 1. Mannschaft die Meisterschaft in der Gauliga für
sich entscheiden und stieg somit in die Bezirksklasse Gruppe West auf.
Seit 2002 findet alljährlich ein Ortspokalschießen statt und das mit großem Erfolg.
Im Jahr 2003 wurde das Ostereierschießen wieder neu aufgegriffen.

In der Saison 2003/2004 fanden Umbaumaßnahmen für die Kellerräume und einen Umkleide-
raum statt.
Die neuen Räumlichkeiten wurden 2004 fertiggestellt und bieten nun viel Platz.
In diesem Jahr konnte auch der neue Holzofen für den Gastraum eingebaut werden.
Im Februar/März 2006 wurde der Gastraum renoviert.
Eine neue Holzdecke über der Theke und neu verputzte Wände verleihen dem Gastraum nun
wieder neuen Glanz.
Es wurde eine neue Verkleidung mit Stromkasten installiert und eine neue, verkleinerte
Eingangstür eingebaut.

Die Mitgliederzahl beträgt im Januar 2018  183 Personen.